
aues über Paddle
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Ich habe schon früh erzählt, dass ich gerne Motorrad fahren möchte. Meine Eltern waren von dieser Idee nicht so begeistert. Mit 14 habe ich mich für die Töffliprüfung angemeldet und diese ordentlich verhauen. Leider wurde es dann auch nichts mehr mit dem Töffli fahren. Mit 18 habe ich mir den Lernfahrausweis für das Auto bestellt und während eineinhalb Jahren Fahrpraxis gesammelt. Im Oktober 2013 habe ich dann die Prüfung bestanden, und von nun an war ich motorisiert unterwegs. Dadurch, dass ich Mischu kennengelernt hatte, kam auch der Traum vom Motorradfahren wieder zurück. 2017 habe ich mich entschieden, endlich den Motorradführerschein zu machen. Da ich da etwas ein bisschen falsch verstanden hatte, musste es am Anfang sehr schnell gehen. Der Lernfahrausweis ist schnell bestellt, aber ich hatte weder einen fahrbaren Untersatz noch Kleidung noch sonst irgendwas. Hoppla, dumm gelaufen. Nun musste es alles sehr schnell gehen, schliesslich ist der Fahrausweis nur für vier Monate gültig, und in dieser Zeit muss man drei Fahrkurse besucht haben. Mischu hat nur den Kopf geschüttelt über die Aktion, aber mich natürlich tatkräftig unterstützt. So kam es, dass wir nach Eggiwil im Emmental gefahren sind, um ein Motorrad anzuschauen. Da ich ungefähr so gross bin wie ein Hydrant, war die Suzuki GS 500 zumindest in der Höhe nahezu passend. Da ich ja noch nie ein Motorrad gefahren bin, hat Mischu das Probefahren übernommen, und die Entscheidung war schnell gefällt: «Das passt.» Schliesslich musste es auch ziemlich schnell von statten gehen. Wir haben alles in die Wege geleitet, der Motorradmechaniker hat noch den Lenker etwas zurückversetzt, damit ich dann auch richtig hinkomme, und so kam es, dass ich mit der gelben Suzuki meine ersten Meter machte. Nachdem ich die drei Kurse absolviert hatte, habe ich ein Jahr lang Fahrpraxis gesammelt. Im Frühjahr 2018 habe ich mich für die Prüfung angemeldet und sie versemmelt. Nach diesem Dämpfer kam die nächste Anmeldung, und dann hat es auch geklappt. Wie das mit allem so ist, lernt man erst nach der Prüfung die Skills. Nun hiess es: Üben, üben, üben.
- Über die Jahre merkte ich immer mehr, wie unbequem so ein Naked Bike auf längeren Touren ist. Die Position der Knie, die gebeugte Haltung, all das ist jetzt nicht gerade gemacht für lange Touren. Durch die immer grösser werdende Idee einer längeren Motorradreise musste also irgendwie ein anderes Bike her. Mischu fuhr schon immer Enduros und schwärmte davon, dass die richtig bequem wären. Das war schon cool, das so zu hören. Aber wie ihr ja bereits wisst, bin ich in der Zwischenzeit nicht gewachsen, und diese Enduros waren echt hoch. Ausserdem hat Mischu seine Erfahrungen geteilt und mir erklärt, dass es gut wäre, wenn das neue Motorrad einen 21 Zoll-Vorderreifen hat. Und so begann die Suche nach einem passenden Bike. Ich habe mich im Internet schlau gemacht und mal rausgesucht, was denn da alles in Frage käme. Angefangen hat es bei der Royal Enfield Himalayan, die rein optisch schon ein Schmaus war. Leider musste ich feststellen, dass es zum Fahren nicht gerade der Wahnsinn ist. Die Himalayan war schon sehr ruppig. Als nächstes habe ich mir eine Suzuki VStrom 800 DE rausgesucht. Auch diese gingen wir probefahren, und was soll man sagen, die ist schon echt gediegen. Leider wiegt sie gegen 230 kg, und das ohne Gepäck. Stell die mal auf wenn sie fällt! Das war dann irgendwie auch nicht optimal. Auch die Ténéré von Mischu bin ich gefahren. Aber die ist gefühlt noch grösser als die Suzuki, und ich hatte auch ein wenig Respekt davor, irgendetwas kaputt zu machen oder damit umzufallen. Schliesslich ist das Mischus Traumbike, und da wollte ich definitiv nichts kaputt machen. Bei Yamaha nachgeschaut, habe ich dann noch die Tracer getestet, aber das war immer noch nicht das Passende. Als nächstes war die Triumph Tiger an der Reihe. Diese war für die Beinposition irgendwie nicht passend. Nach längerem Suchen stiess Mischu dann auf die Honda CRF, und auch diese war angesagt zum Probefahren. Für mich war es komisch, auf so einem hohen Ross zu sitzen, obwohl ich mittlerweile einiges getestet hatte. Aber sobald man mal draufsitzt und fährt, merkt man es ja nicht mehr …
- Die Sitzposition, die Aufstellung der Beine, der Lenker, irgendwie hat es gepasst. Also: Zurück zum Händler und abklären, was denn alles möglich wäre. Kevin, der Händler des Vertrauens, hatte gute Nachrichten. Das war grundsätzlich schon möglich. Also: Bestellen und beginnen mit Umbauen.
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Nach einigen Telefonaten und Meetings stand sie dann da. Nun ging es zum Sattler, damit der noch die Sitzbank ausnehmen konnte, und so ist mein erstes Motorrad ab Werk inklusive angepasster Höhe «geboren».